IfM Daten zeigen Digitalisierungsaktivitäten von KMU im EU-Vergleich

Kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland machen bei der Digitalisierung weiter Fortschritte. Gerade bei den Themen 3D-Druck, Big Data oder IKT-Fortbildungen sind die deutschen Unternehmen im EU-weiten Vergleich weit vorne. Dies geht aus den neuen Zahlen des Instituts für Mittelstandsforschung hervor. Das IfM weist jährlich aktualisierte Daten von KMU in Hinblick auf deren Anzahl, Beschäftigte, Eigenkapitalquote und auch zu den Digitalisierungsaktivitäten aus. Seit 2016 werden die Daten außerdem im Vergleich mit anderen Staaten der Europäischen Union ausgewiesen.

Bei der Beschäftigung von IKT-Fachkräften liegen deutsche KMU mit 18 Prozent auf Platz 12 der 28 Mitgliedsstaaten und genau im EU-Durchschnitt. Seit 2014 ist diese Zahl relativ konstant geblieben und schwankt zwischen 20 und 18 Prozent. Bei Maßnahmen zur Vertiefung von IKT-Fähigkeiten der Angestellten sind die heimischen Unternehmen dagegen in der Spitzengruppe. Fast ein Drittel aller Unternehmen haben 2018 solche Fortbildungen durchgeführt. Hier liegt Deutschland Europaweit auf Rang 4 und weit über dem Durchschnitt.

Ähnlich fortschrittlich sind die deutschen KMU bei der Nutzung von 3D-Druckern. Hier gab es im letzten Jahr nur 4 Länder, in denen die Unternehmen noch häufiger 3D-Drucker im Einsatz hatten. Allerdings wird die Technologie insgesamt von KMU noch recht selten genutzt, in der EU sind es durchschnittlich nur 4 Prozent (5 Prozent in Deutschland) der Unternehmen. Große Unternehmen (mit mindestens 250 Beschäftigten) sind in diesem Bereich bereits weitaus aktiver, in Deutschland hat fast jedes vierte dieser Unternehmen 3D-Drucker zur Verfügung.

Auch bei der Analyse von Big Data sind KMU aus Deutschland über dem EU-Durchschnitt. 14 Prozent der Betriebe nutzen diese Möglichkeit (EU-weit 12 Prozent). Beachtlich ist vor allem die Steigerung der Aktivitäten in diesem Bereich. Im Vergleich zu den Werten aus 2016 hat sich die Big-Data-Nutzung in deutschen KMU beinahe verdreifacht. Bei der Nutzung von Cloud-Computing und Industrie- und Servicerobotern gibt es allerdings noch Steigerungspotenzial. Zwar wurde der Gebrauch von Cloud-Computing-Diensten in den letzten vier Jahren verdoppelt, aber mit 22 Prozent an Unternehmen, die diesen Service nutzen, liegt Deutschland nur auf Rang 17 und unter dem Durchschnitt. Auch beim Einsatz von Robotern sind die kleinen und mittleren Unternehmen noch zurückhaltend. Nur 4 Prozent setzen diese ein, damit erreicht Deutschland Rang 12 und liegt knapp unter dem Durchschnitt (6 Prozent).

Die gesammelten Zahlen und Daten, auch zu weiteren Kategorien, können auf der Seite des IfM Bonn eingesehen werden.

Quelle: digitales.NRW, Institut für Mittelstandsforschung Bonn