Mit dem aus BMBF Mitteln geförderten Projekt “Simplified Robotic Woodwork” (SiRoWo) werden Automatisierungslösungen im holzverarbeitenden Handwerk gestestet, mit dem Ziel auch weniger forschungsaffine KMUs an den Vorteilen der Digitalisierung und Automatisierung teilhaben zu lassen.

Zuletzt sind deutsche KMU wegen des nur zähen Vorankommens bei der digitalen Transformation in Kritik geraten. Um dem entgegenzuwirken, fördert das BMBF mit der Fördermaßnahme “KMU-NetC” Verbundprojekte, die an dem spezifischen Bedarf von KMU ausgerichtet sind. Ziel der Projektpartner ist es, dass Industrieroboter künftig auch bei KMU manuelle, körperlich anstrengende und sich wiederholende Fertigungsschritte übernehmen.

So sollen Hard- und Softwarekonzepte entwickelt werden, die sich an den verschiedenen Aufgaben einer Werkstatt orientieren und sich leicht und intuitiv bedienen lassen. Eine mit fachlichem Know-how breit ausgestattete Datengrundlage soll dabei helfen, dass auch Neulinge ohne großen Investitionsaufwand direkt vom technologischen Fachwissen profitieren können.

Das von der “Forschungsvereinigung Programmiersprachen für Fertigungseinrichtungen e.V.” koordinierte Projekt “SiRoWo”, bietet eine Automatisierungslösung für das holzverarbeitende Gewerbe an. Dabei nimmt der Industrieroboter der Fachkraft körperlich anstrengende und sich wiederholende Tätigkeiten ab. Gerade im holzverarbeitenden Gewerbe entstehen durch Späne, Staub und Partikel erhebliche Gesundheitsrisiken für die Mitarbeiter. Da die Anweisungen für den Roboter jedoch vom Büro aus erteilt werden, vermindert sich dieses Risiko um ein Vielfaches. Die dadurch gewonnene Zeit kann für strategischen Fragestellungen, dem Produktdesign oder Kundengesprächen eingesetzt werden. So erhofft man sich einen Zuwachs an Produktvielfalt und Produktivität.

Mit ihren Ergebnissen wollen die Projektpartner die Hemmschwelle für den Roboter-Einsatz in KMU senken. Weitere Informationen finden Sie hier.

Quelle: DIHK-Innovationsnachrichten 02/2019, BMBF