Über Meta-KI Technologiepartner gezielt identifizieren und Unternehmen branchenübergreifend vernetzen

Bilderkennung, Spracheingabe oder intelligente Robotik: Bereits heute erfüllen Technologien der sogenannten künstlichen Intelligenz (KI) in vielen Großunternehmen Aufgaben und tragen zum wirtschaftlichen Erfolg bei. Gleichzeitig profitieren kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bisher kaum von den Innovationspotenzialen neuester KI-Entwicklungen.

Mit „AI2Ynet“ wollen das FZI Forschungszentrum Informatik, die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI), und das European Center for Information and Communication Technologies (EICT) mit weiteren Netzwerkpartnern eine Innovationsplattform entwickelt, die zum Ziel hat, KMU den Zugang zu KI-Technologien zu erleichtern und sie bei der Anwendung zu unterstützen. Die Konzeption der Plattform wird vom Bundeswirtschaftsministerium zunächst für ein halbes Jahr im Rahmen der Wettbewerbsphase des Innovationswettbewerbs Künstliche Intelligenz (KI) gefördert.

Die Plattform soll KMU unterschiedlichster Branchen in die Lage versetzen, beispielsweise KI-Algorithmen und Trainingsdaten auszutauschen und strategische Technologiepartnerschaften zu bilden. Indem Unternehmen aus unterschiedlichsten Wirtschaftsbereichen wie der Landwirtschaft, der Mobilitätsbranche, der Produktion oder dem Handel zusammengebracht werden, trägt sie mittelfristig dazu bei Technologie-Silos aufzubrechen und branchenübergreifende Synergieeffekte zu erzielen. Da KMU aus unterschiedlichen Branchen insbesondere bei der Technologieentwicklung und -einbettung üblicherweise nicht im Austausch stehen, soll eine Meta-KI der AI2Ynet-Plattform Technologiepartner gezielt identifizieren und die Unternehmen branchenübergreifend vernetzen.

Durch den Einsatz von Open-Source-Technologien und Open Data soll vermieden werden, dass sich KMU von einzelnen Technologiekomponenten oder Unternehmen abhängig machen. Die Abhängigkeit von bestimmten Herstellern (Vendor-Lock-In) ist im Technologiebereich seit langem bekannt und bremst Innovationen insbesondere unter KMU aus. Mit ihrem offenen KI-Marktplatz wollen die beteiligten Projektpartner die Souveränität der teilnehmenden KMU erhalten und stärken.

 

Quelle: digitales.NRW, Gesellschaft für Informatik e.V.