Ideengenerierung

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Ideengenerierung

Kreativität und gute Ideen fallen meist nicht vom Himmel. Aber keine Sorge, mit den richtigen Methoden und einer offenen Unternehmenskultur können kreative und gleichzeitig marktfähige Ideen systematisch erarbeitet werden. Wir zeigen eine Auswahl an Methoden, die sich in der Praxis bewährt haben.

Mein Werkzeugkasten für kreative und innovative Ideen

Voraussetzung: innovationsfreundliche Unternehmenskultur

Innovationen werden immer begleitet von Veränderungen und Veränderungen treffen fast immer auf Barrieren und Widerstand. Um solche Widerstände zu überwinden, ist es wichtig, die Mitarbeiter mit ihren innovativen Ideen und Lösungen zu schützen und gleichzeitig Begeisterung für Kreativität und neue Denkanstöße in das Unternehmen zu tragen.

Das klingt einfach, ist jedoch häufig der entscheidende Grund, warum viele KMU bei dem Thema Innovation scheitern. Deshalb sollte zuallererst ermittelt werden, wie die eigene Unternehmenskultur wirklich aussieht. Wie gehen meine Mitarbeiter und Kollegen miteinander um? Wie ist die Art der Kommunikation? Werden Kreativität und neue Denkansätze gefördert oder eher behindert? Werden Mitarbeiter dazu befähigt mit neuen Ideen aufzukommen? Ist mein Unternehmen bereit für Neues?

Der erste Schritt zur erfolgreichen Einführung und Umsetzung neuer Projekte und Produktideen ist das Bekenntnis und das Engagement der obersten Führungsebene. Ebenso wichtig ist es, Klarheit über den Beitrag von Innovationen für das Unternehmen zu schaffen und was sie bewirken sollen.

Wie innovativ ist mein Unternehmen? Zur Beantwortung dieser Frage gibt es mittlerweile viele kostenlose Innovations-Checks im Internet. Diese können einen ersten Anhalt geben, wie innovationsförderlich das eigene Unternehmen bereits eingestellt und aufgebaut ist. Einfach mal ausprobieren.

 

Meine regionalen Ansprechpartner

Kreativitätsmethoden – einfach und schnell

Es gibt einen großen Pool an Kreativitätsmethoden. Aber nicht jede Methode passt auch zu jedem Unternehmen oder Team. Die Wahl der Methode ist immer abhängig davon, welches Ziel verfolgt wird, wie viele Ressourcen zur Verfügung stehen und welche Personen beteiligt sind. Voraussetzung für den erfolgreichen Einsatz von Kreativitätsmethoden ist, dass es eine klare Problemdefinition gibt.

Einen guten Überblick über die Bandbreite an Möglichkeiten gibt die WiPro-Methodenbank der RWTH Aachen. Hier kann man sich mit Hilfe verschiedener Filterfunktionen insgesamt über 110 Innovationsmethoden anzeigen lassen.

Brainstorming – der Klassiker

Brainstorming wird zu Beginn meist in allen Innovationsmethoden eingesetzt. Es eignet sich besonders bei Gruppen. Wichtig ist, dass bei der Ideensammlung zunächst keine Wertung der hervorgebrachten Ideen vorgenommen wird. Es steht also die Ideenfindung vor der Ideenbewertung. Hier zählt in diesem Fall: mehr ist wirklich mehr!

Komplexität: sehr einfach
Ressourcen: schnell und kostengünstig
Team: für Jedermann

6-3-5 Methode – 108 Ideen in 30 Minuten

Bei dieser Methode entwickeln 6 Personen 3 Ideen alle 5 Minuten = 18 Ideen pro Person = 108 Ideen pro Gruppe. Eine einfache Rechnung die mit wenig Aufwand zutrifft. Natürlich kann auch eine kleinere Anzahl Personen bei dieser Methode mitwirken, es sollten aber mindestens drei Gruppenmitglieder sein, um eine ausreichend große Sammlung an Ideen hervorzubringen. In der ersten Runde schreiben alle Teilnehmer drei Ideen zu einem klar definierten Problem auf. Danach werden diese Ideen in jeder folgenden Runde ergänzt, sodass alle Ideen am Ende unterschiedliche Aspekte berücksichtigen. So können Probleme von vielen Seiten beleuchtet werden.

Komplexität: einfach
Ressourcen: schnell und kostengünstig
Team: für Jedermann

Scamper – Checkliste zur Orientierung

Der Fokus dieser Methode liegt auf der Verbesserung oder Weiterentwicklung von bestehenden Produkten oder Dienstleistungen. Anhand einer Checkliste werden systematisch verschiedene Aspekte an einem Produkt oder einer Dienstleistung durchdacht und neue Ideen entwickelt.

Komplexität: mittel
Ressourcen: schnell und kostengünstig
Team: für Jedermann

Prozessmethoden – komplex und ganzheitlich

Die Ideengenerierung ist bei Prozessmethoden der erste Schritt. Es werden die einzelnen Phasen beziehungsweise Stufen des Innovationsprozesses systematisch durchlaufen.

Design Thinking

Bei der Design Thinking Methode stehen Kunden beziehungsweise Nutzer von Anfang an im Fokus. Der Ideengenerierung geht das Verstehen der Bedürfnisse, Verhaltensweisen und Probleme der Kunden und Nutzer aber auch das der Nicht-Nutzer voraus. Darauf folgt das Beobachten der Nutzer und das Sammeln ausführlicher Kundendaten. Mit den gesammelten Erkenntnissen entwickelt ein heterogenes Team in einem Ideen-Workshop in kurzer Zeit dann viele Ideen für Lösungsansätze. Hier können Kreativitätsmethoden wie das Brainstorming eingesetzt werden.

Komplexität: komplex
Ressourcen: zeitintensiv und mittlere Kosten
Team: heterogen

Agiles Innovationsmanagement – Flexibel und schnell arbeiten

Die Grundauffassung ist, dass Projekte oft zu komplex sind und viele Unsicherheiten bergen, um sie von vornherein durchplanen zu können. Bei agilen Methoden werden Projekte in Aufgabenpakete und Schleifen aufgeteilt. So kann schneller auf Veränderungen der Umwelt oder Planungsfehler eingegangen werden. Agile Methoden wie beispielsweise Scrum eignen sich besonders für eine schnelle Produkt- oder Projektentwicklung mit starker Kundenorientierung. Welche agile Methode zum Unternehmen passt, muss individuell entschieden werden. Für unerfahrene KMU empfiehlt sich hier eine professionelle Begleitung bei der betrieblichen Integration und ersten Umsetzung.

Komplexität: komplex
Ressourcen: zeitintensiv und mittlere bis hohe Kosten
Team: heterogen

Open Innovation – Kooperation großgeschrieben

Die Öffnung des Innovationsprozesses nach außen kann bei der Ideengenerierung und zu Beginn der Projektentwicklung sehr hilfreich sein. Bei diesem Ansatz werden zum Beispiel Kunden, Nutzer, Lieferanten, Experten, Start-ups, Forschungseinrichtungen oder Unternehmen aus völlig anderen Branchen in den Prozess einbezogen. Durch die frühe Einbindung der Kunden in den Prozess können Produkte und Lösungen am Bedarf entwickelt werden, Marktunsicherheiten abgebaut und die Erfolgschancen deutlich erhöht werden. Auch das Öffnen anderen Unternehmen gegenüber kann erstaunliche und innovative Ideen hervorbringen. Auch beim Open Innovation-Ansatz gibt es verschiedene Methoden, je nach Art und Ziel des Vorhabens. Dazu gehört beispielsweise die Auftragsforschung, die Lead User Methode oder auch das Crowdsourcing.

Kunde im Fokus (kundenzentriert)
Einsatz: bei höheren Innovationsgraden
Vorteil: Schnelligkeit und Flexibilität

Ideenbewertung – Das GO oder NO

Viele Ideen sehen auf den ersten Blick vielversprechend aus, müssen aber früh einem ersten Realitätscheck unterzogen werden, um nicht in eine Kostenfalle zu laufen. Im besten Fall kann nach der Ideengenerierung also aus einem Pool mehrerer Ideen selektiert werden. Auch hier gibt es viele Methoden, die in Umfang, Zeitaufwand und Kosten sehr unterschiedlich sind. Wichtig ist zu klären, ob die Idee zum Unternehmen passt oder nicht. Weiter müssen Killerkriterien definiert werden, die zwingend erfüllt werden müssen. Auch rechtliche Aspekte werden bereits hier geklärt, um später nicht unnötig Ressourcen zu verschwenden. Außerdem wird an dieser Stelle eine erste Kalkulation vorgenommen. Auch wenn die Ideenbewertung hier nur sehr kurz beschrieben wird, ist sie ein ganz essentieller Erfolgsfaktor und es sollte ausreichend Zeit, Gehirnschmalz und gegebenenfalls auch Geld investiert werden, um diese im Detail vorzunehmen. Sie ist die Basis für eine erfolgreiche Projektentwicklung, Finanzierung und Markteinführung. Nachdem also die Ideen selektiert und bewertet wurden, treten nur wenige vielversprechende Ideen in die Entwicklungsphase über.

Meine Tipps und Tricks

Visualisierung als Schlüssel

Jeder kennt es: nach einem Meeting verlassen alle den Raum, einig über das Gesprochene. Im Folgenden stellt sich jedoch heraus, dass jeder das Gesagte unterschiedlich interpretiert hat. Das kann sehr schnell zu einem Herd für Konflikte werden und im schlimmsten Fall auch viel Geld kosten. Um dem vorzubeugen ist die Visualisierung des Gesagten das zentrale Element bei der Ideengenerierung. Ideen, Geschäftsbeziehungen und erste Prototypen können zum Beispiel mit Klebezetteln, Pappe, Lego oder Knete einfach und schnell greifbar gemacht werden und dienen als Hilfe für die gemeinsame Entscheidungsgrundlage.

Mittelpunkt Kunde

Voraussetzung für den Markterfolg ist das Stillen eines Kundenbedürfnisses – egal ob B2B oder B2C. Die einfachste und am häufigsten unterschätzte Methode ist, den Kunden zu fragen, was er tut. Dabei geht es nicht direkt darum, was er braucht, also kein bestimmtes Produkt oder Dienstleistung. Die Kunst ist es, das darunterliegende Bedürfnis oder Problem zu erkennen. Mit den richtigen Fragen findet man schnell die Lösung.

Mitarbeiter einbeziehen und Kompetenzen aufbauen

Mitarbeiter sind die wertvollste Ressource für Ideen. Um das Potenzial zu nutzen, kann ein innerbetriebliches Vorschlagswesen eingeführt und ein Ideenpool aufgebaut werden. Es kann außerdem durchaus sinnvoll sein, einen Innovationsbeauftragten im Unternehmen zu benennen oder ein kleines Team dafür zusammenzustellen. Das unterstützt den Aufbau von innovationsspezifischen Kompetenzen und deren Verankerung im Unternehmen. Langfristig kann dadurch bei der Durchführung von neuen Projekten oder Produktideen die Erfolgswahrscheinlichkeit deutlich erhöht werden.

Kreativität ist zunächst wertungsfrei

Keine Idee ist von vornherein schlecht. Es gibt auch keine dummen Fragen. Bei Kreativitätsprozessen soll der Phantasie im ersten Schritt freien Lauf gelassen werden. Je verrückter desto besser. Erst im späteren Verlauf werden Ideen bewertet und auf die Machbarkeit überprüft.

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