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Markteinführung und Wachstum

Projektentwicklung

Die zugrunde liegende Absicht in der Entwicklung neuer Projekte, Produkte und Dienstleistungen in KMU ist der Unternehmensfortbestand durch Wachstum. Hierzu werden bestehende Märkte ausgebaut, neue Absatzmärkte erforscht und neue Geschäftsfelder gesucht. Die große Herausforderung für KMU besteht allerdings darin, Innovationen neben dem Tagesgeschäft auf den Markt bringen. Um ein Projekt schnell und wirksam durchführen zu können und in einem neuen Produkt oder einer Dienstleistung münden zu lassen, bedarf es daher einer detaillierten Planung. Es wird zunächst ein Grobkonzept entwickelt, dann ein oder mehrere Prototypen gebaut und zuletzt ein Umsetzungskonzept ausgearbeitet. Wann soll das Projekt abgeschlossen sein? Gibt es Meilensteine? Setzt sich die Entwicklung aus Teilprozessen zusammen? Werden Räumlichkeiten, Materialien, Software, Manpower und/oder andere bestimmte Ressourcen benötigt? Wir stellen hier einige Methoden und Modelle kurz vor, die von innovativen KMU und großen Unternehmen bereits erfolgreich bei der Entwicklung innovativer Projekte, Produkte und Dienstleistungen angewendet werden.

Mein Werkzeugkasten für die Projektentwicklung

Wasserfallmodell

Das Wasserfallmodell kommt ursprünglich aus der Softwareentwicklung und geht grundlegend davon aus, dass eine Aufgabe abhängig vom erfolgreichen Abschluss der Vorgängeraufgabe abgearbeitet wird. In diesem Modell wird das Gesamtprojekt in viele kleinere, genau berechenbare Projekte gesplittet. Diese Art des Vorgehens kann eine hohe Planungssicherheit gewährleisten, sofern Einzelprojekte klar abzugrenzen sind. Weiterhin ermöglicht das Aufteilen des Projektes in kleinere Teilprojekte auch die Möglichkeit der parallelen Bearbeitung von Aufgaben. Um dieses Modell erfolgreich anwenden zu können, ist es notwendig, die Anforderungen der Teilprojekte genau zu definieren. Alle Vorgängerprojekte sind als Lieferanten des Nachfolgeprojektes zu betrachten. Die Bedürfnisse und Anforderungen des Kunden bzw. Nachfolgeprojektes müssen genauestens festgelegt, eingehalten, also erfüllt werden. Die generell angedachten Schritte Spezifikation, Entwurf, Implementierung, Integration und Einführung sind dabei als die generelle Schrittabfolge innerhalb der Teilprojekte zu sehen. Viele Methoden und Modelle der Projektentwicklung bauen auf dem Wasserfallmodell auf und wurden branchenspezifisch abgeändert. Ein Beispiel ist das V-Modell für die Software-Entwicklung.

Scrum Methode

Die Grundannahme dieser Methode ist, dass komplexe Projekte am Anfang nicht ganzheitlich und detailliert planbar sind. Im Gegensatz zum Wasserfallmodell liegt der Schwerpunkt der Scrum Methode von vorneherein in der Betrachtung der einzelnen Teilprojekte. Für sich genommen, werden diese Teilprojekte jeweils wieder als Gesamtprojekt gesehen. Ob und wie ein weiteres Teilprojekt angestoßen wird, hängt vom Ausgang des Vorgängerprojektes ab. Diese Teilprojekte werden in kurzen, ein- bis dreiwöchigen Sprints durchgeführt und die Ergebnisse am Ende des Sprints vorgelegt. Durch diese Methode kann sichergestellt werden, dass auch bei Nichterreichen eines Hauptprojektes zumindest kleinere Teilprojekte oder Teilziele erreicht werden. Ziel dieser Methode ist es nicht, von vornherein eine Gesamtplanung aufzusetzen. Vielmehr soll sie Raum für unerwartete Zwischenergebnisse lassen, um schnell auf sie reagieren zu können und die Projektentwicklung nicht aufgrund falscher anfänglicher Annahmen in eine Sackgasse zu treiben.

Rapid Prototyping

Beim Rapid Prototyping – auch unter dem Begriff Additive Fertigung bekannt – werden die ersten Probemodelle bereits während der Entwicklungsphase schnell und automatisiert erstellt. Diese Methode stammt aus der Fertigungstechnik und ermöglicht frühzeitig und zu stark reduzierten Kosten die Überprüfung von Annahmen und Ergebnissen. Es werden auch hier wieder verschiedene Verfahren angewandt. Meist wird Rapid Prototyping bei physischen Produkten eingesetzt, wobei 3D-Konstruktionsdaten durch einen 3D-Drucker sehr präzise physisch und damit anfassbar und real gemacht werden. Somit können Produkte frühzeitig und schnell adaptiert und optimiert werden, wodurch spätere Anpassungskosten wegfallen. Der Vorteil hierbei ist, dass keine Formen oder manuellen Arbeitsschritte notwendig sind. Bei weiteren Fragen steht das 3-D Netzwerk in Solingen gerne Rede und Antwort.

Design Thinking

Beim Design Thinking wird in einem umfangreichen Prozess die Schnittmenge von technologischer Machbarkeit, unternehmerischer Wirtschaftlichkeit und menschlicher Erwünschtheit gesucht, welche dann den Raum der Innovation darstellt. Hierzu werden sechs Stadien durchlaufen, die zusammen den Design Thinking Prozess darstellen: Verstehen, Beobachten, Sichtweise definieren, Ideen finden, Prototypen entwickeln, Testen. Drei wesentliche Faktoren für den Erfolg der Methode sind die multidisziplinären Teams, das Verwenden verschiedener Räume und Orte sowie das systematische und iterative Durchlaufen des Design Thinking Prozesses. Die Idee dahinter ist, die Probleme der Nutzer genau zu verstehen und mit diesem Wissen die Probleme nutzerorientiert zu lösen.

Meine Tipps und Tricks

Unternehmerisches Denken als Voraussetzung

Innovationsmethoden und -Instrumente sind das Handwerkzeug, Innovationsorientierung ist die Voraussetzung. Gute Ideen können nur dann erfolgreich zu echten Produkt- oder Dienstleistungsinnovationen weiterentwickelt werden, wenn im Unternehmen eine innovationsfreundliche Einstellung vorherrscht und die Rahmenbedingungen innovationsfreundlich gestaltet sind. Methoden funktionieren eben auch nur so gut, wie sie eingesetzt und angewendet werden

Struktur ist das A und O

Es gibt noch viele weitere Modelle und Methoden für eine gute Projektentwicklung, zielorientiertes Projektmanagement und die folgende Umsetzung. Häufig ist auch eine Mischung mehrerer Methoden denkbar. Grundlegend gilt zu beachten, ein strukturiertes Vorgehen zu definieren, zu dokumentieren und allen Beteiligten zu kommunizieren. Hierfür gibt es leider keinen Schuh, der jedem Unternehmen beim ersten Anziehen sofort passt. Wenn man das Unternehmen und die darunter liegende Struktur, Organisation und Mentalität kennt, lässt sich ein individueller Werkzeugkoffer zusammenstellen, der die Erfolgswahrscheinlichkeit um ein vielfaches erhöht.

Struktur ist das A und O

Es gibt noch viele weitere Modelle und Methoden für eine gute Projektentwicklung, zielorientiertes Projektmanagement und die folgende Umsetzung. Häufig ist auch eine Mischung mehrerer Methoden denkbar. Grundlegend gilt zu beachten, ein strukturiertes Vorgehen zu definieren, zu dokumentieren und allen Beteiligten zu kommunizieren. Hierfür gibt es leider keinen Schuh, der jedem Unternehmen beim ersten Anziehen sofort passt. Wenn man das Unternehmen und die darunter liegende Struktur, Organisation und Mentalität kennt, lässt sich ein individueller Werkzeugkoffer zusammenstellen, der die Erfolgswahrscheinlichkeit um ein vielfaches erhöht.

Vorteil gegenüber Konzernen

Kleine und mittlere Unternehmen haben einen besonderen Vorteil gegenüber den großen Konzernen. Aufgrund der viel kürzeren Entscheidungswege können KMU schneller auf neue Informationen und Trends reagieren. Außerdem wird meist näher am Kunden gearbeitet, da der direkte Kontakt zum Kunden überlebensnotwendig ist. Zugegeben, es gibt auch einige Schwierigkeiten. So sind Ressourcenknappheit und Informationsrückstand die größten Hemmnisse für KMU. Glücklicherweise können diese Steine aber aus dem Weg geräumt werden, sodass die Vorteile einen deutlich stärkeren Einfluss auf den Unternehmenserfolg haben und die Risiken eingedämmt werden können.

Netzwerke und Kooperationen als Ressource

Bei den meisten neuen Projekten stellt man irgendwann fest, dass wichtige Informationen, gewisse Ressourcen oder spezielle Kompetenzen fehlen. Kein Grund das Projekt sofort abzubrechen und eine gute Idee aufzugeben. In unternehmerischen Netzwerken gibt es mit höchster Wahrscheinlichkeit eine Person oder ein Unternehmen, dass Abhilfe schaffen kann. Gerade im Bergischen Land gibt es viele frei zugängliche Netzwerke und Veranstaltungen, wo Wissensaustausch an oberster Stelle steht und sich potentielle Kooperationspartner tummeln. Wer den Mut hat, einen Schritt hinaus zu machen, wird erstaunt sein, welche Möglichkeiten sich dadurch eröffnen. Eine weitere Option das eigene Netzwerk zu erweitern besteht darin, unser Matching-Tool zu nutzen und Gleichgesinnte im Bergischen Land zu finden. Einfach ausprobieren – es gibt nichts zu verlieren.

Partner Wissenschaft

Gibt es in der Region bereits Forschungsvorhaben zu meinem Projekt? Wo kann ich ggfls. wissenschaftliche Unterstützung im Rahmen der Projektentwicklung bekommen? Diese Fragen beantwortet u.a. der UNISERVICE TRANSFER der Bergischen Universität Wuppertal. Er steht als Ansprechpartner für Fragen aus der Wirtschaft zur Verfügung und informiert in seiner Rubrik Wirtschaft trifft Wissenschaft über Kooperationen, Netzwerke und gemeinsame Veranstaltungen. Ein besonderes Angebot ist die Forscherinnen- und Forscherdatenbank, mit der Wissenschaftler ihre Forschungsschwerpunkte und –methoden sowie in der Hochschule vorhandene Geräte recherchiert werden können.

Auch die Forschungsgemeinschaft Werkzeuge und Werkstoffe e.V. in Remscheid ist ein wichtiger Ansprechpartner an der Schnittstelle zwischen universitärer Forschung und anwendungsorientiertem Bedarf der Unternehmen. Sie versteht sich als Problemlöser für die Industrie und hilft, wissenschaftliche Trends und neue Technologien in neue Produktideen zu überführen. Wird bei der Umsetzung eines Produkts Rat gesucht, so kann sie Hilfestellung leisten. So können CAD-Arbeitsplätze, Bearbeitungsmaschinen und 3D-Drucker genutzt werden oder die Gründer und Unternehmen können sich einfach mal technisch mit den Experten der FGW austauschen.

Meine regionalen Ansprechpartner

UNISERVICE TRANSFER der Bergischen Universität Wuppertal
Forschungsgemeinschaft Werkzeuge und Werkstoffe e.V.

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